Ein wunderbarer Duft von Lavendel und anderen Kräutern zog in den vergangenen Tagen durch das Marienhaus Seniorenzentrum Margaretha-Flesch-Haus in Hausen. Gemeinsam mit den Betreuungskräften ließen die Bewohnerinnen und Bewohner ein altes Brauchtum aufleben: das traditionelle Binden von Kräutersträußen, auch bekannt als Kräuterbuschen. Das Binden der Sträuße hat rund um das Hochfest Mariä Himmelfahrt eine lange Tradition. Die bunten Natursträuße gelten von jeher als Symbol für Gesundheit, den Schutz vor Unheil und den Segen der Natur. Für viele unserer Seniorinnen und Senioren ist diese Aktion ein fester Bestandteil des Jahreskreises, der tief in ihren eigenen Erinnerungen verwurzelt ist. Schon beim Sortieren der frisch gepflückten Kräuter, die vom nahen Klostergarten der Waldbreitbacher Franziskanerinnen stammten, erwachten zahlreiche Geschichten zum Leben. Die Senioren tauschten emsig ihr tiefes Wissen über die Heilkraft der heimischen Gewächse aus. Mit viel Fingerspitzengefühl und sichtlicher Freude wurden die Zweige im begrünten Innenhof sortiert, zusammengestellt und mit Garn zu individuellen Kunstwerken gebunden. Jeder geschaffene Strauß wurde so zu einem echten, duftenden Unikat. Die liebevoll gestalteten Kräuterbuschen wurden im Rahmen einer feierlichen Messe in der hauseigenen Kapelle gesegnet. Nach der Kräuterweihe fanden sie ihren Platz auf den Zimmern und in den Wohnbereichen der Seniorinnen und Senioren. Dort verströmen sie nicht nur ihren wohltuenden Duft, sondern bringen auch ein Stück gelebte Heimat und Natur direkt ins Haus. Einrichtungsleitung Kerstin Thul bedankte sich herzlich bei allen fleißigen Händen, die beim Sortieren und Binden mitgeholfen und diesen Tag zu einem so gemeinschaftlichen und sinnlichen Erlebnis gemacht haben.





