Auf den Spuren von Mutter Rosa
Seniorinnen des Margaretha-Flesch-Hauses (MFH) besuchen die Ölmühle in Waldbreitbach
Ein besonderer Ausflug führte die Seniorinnen des Margaretha-Flesch-Hauses am letzten Freitag im August nach Waldbreitbach. Ziel war die historische Ölmühle – ein Ort, stellvertretend für die leider nicht mehr existierende Fleschmühle, der aber trotzdem auf ganz besondere Weise mit dem Leben der seligen Mutter Rosa Flesch verbunden ist.
Bei ihrem Besuch begaben sich die Seniorinnen auf die Spuren einer außergewöhnlichen Frau, deren Leben und Wirken bis heute eng mit der Region verbunden sind. Mutter Rosa, mit bürgerlichem Namen Margaretha Flesch, wurde 1826 geboren. Ihr Vater Georg Flesch pachtete im Jahr 1838 eine Mühle im Fockenbachtal, die spätere Fleschmühle, wo die Familie lebte. Dort verbrachte Margaretha einen wichtigen Teil ihrer Kindheit und Jugend.
Diese elterliche Keltermühle ist heute nur noch zu erahnen. Der Mühlstein hat die vielen Jahrzehnte überlebt und ist heute Teil einer Gedenkstätte im Fockenbachtal. Diese stellt einen der Wegpunke auf dem Pilgerrundweg dar.
Für die Teilnehmer war es besonders interessant, mehr über die Lebensumstände der jungen Margaretha zu erfahren. Eine Ölmühle war nicht nur ein Teil ihrer Familiengeschichte, sondern auch ein Ort, an dem sich ihre spätere Berufung entwickelte. In der Abgeschiedenheit des Fockenbachtals fand sie Zeit für Gebet und Besinnung und kümmerte sich bereits früh um Menschen, die Hilfe benötigten.
So wurde der Ausflug zu einer Reise in die Vergangenheit eines heute nicht mehr bekannten Handwerks und zeitgleich zu einer Begegnung mit den Wurzeln der Frau, deren Wirken bis heute nachhallt. Mutter Rosa gründete 1863 die Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Ihr besonderes Anliegen war es, Menschen in Not beizustehen und sich um Kranke, Arme und Schwache zu kümmern.
Die Seniorinnen genossen den gemeinsamen Nachmittag und die vielen interessanten Eindrücke. Besonders schön war es, einen Ort kennenzulernen, der nicht nur von historischer Bedeutung ist, sondern auch in seiner Art eine ganz persönliche Verbindung zu Mutter Rosa besitzt.
Begleitet von Schwester Marina, Ordensschwester und Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes des MFH, machte der Besuch deutlich: Geschichte wird lebendig, wenn man die Orte aufsucht, an denen Menschen gelebt, gearbeitet und ihren Lebensweg gestaltet haben. Für die Seniorinnen des MFH war es daher ein besonderer Ausflug – auf den Spuren von Mutter Rosa und ihren Wurzeln im Wiedtal.











